Anspruch auf Kleidergeld

16. April 2018 | Von | Kategorie: Tipps und Tricks

Wenig bekannt und gern „vergessen“. Wer keine Uniform bekommt, erhält laut Manteltarifvertrag in Hessen 75 € Kleidergeld.

Das der Arbeitgeber eine Dienstkleidung vorschreiben kann leuchtet gerade im Sicherheitsgewerbe den meisten ein. Auch klar, dass der Arbeitgeber diese zur Verfügung zu stellen hat. Doch was, wenn es keine Dienstkleidung gibt? Besonders im Prüfdienst ist dies häufig der Fall, wenn die Kolleg*innen „in Zivil“ tätig werden. Geht man einfach in Alltagsklamotten zur Arbeit? In Turnschuhen oder Ballerinas? Und wer reinigt die Kleidung und kommt für die Kosten auf?

Für diese Fälle gibt es eine tarifvertragliche Regelung! Nach § 4 MTV Bewachung Hessen hat der Arbeitgeber die Dienstkleidung unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Tut er dies nicht, stehen Euch 75 € Kleidergeld im Monat zu.

§ 4 MTV Bewachung Hessen - Bekleidung und Ausrüstung, Kleidergeld
§ 4 MTV Bewachung Hessen

Immer wieder melden sich bei uns Kolleg*innen, denen diese 75 € monatlich vom Arbeitgeber vorenthalten werden. Wir empfehlen in solchen Fällen die 75 € (auch rückwirkend für die letzten drei Monate der Ausschlussfrist) geltend zu machen. Für ver.di-Mitglieder übernimmt das der gewerkschaftliche Rechtsschutz!

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