Forderungen für Sicherheitsdienste Hessen

31. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Allgemeine Sicherheitsbranche, Gewerkschaft, Leitartikel, Tarifinfos

Die gültigen Tarifverträge für die Löhne und Gehälter in der hessischen Sicherheitswirtschaft wurden zum 31.12.2016 gekündigt. Gleichzeitig haben alle ver.di-Landesbezirke die entsprechenden Entgelttarifverträge in ihren Bundesländern ebenfalls gekündigt!
In sechzehn Bundesländern laufen damit zeitgleich die Tarifverträge zum 31.12.2016 aus. Eine große Chance, gemeinsam und mit noch mehr Durchsetzungskraft unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

  • Die Wach- und Sicherheitsbranche ist im Jahr 2015 um ca. 15% gewachsen.
  • Der Umsatz ist auf fast 7 Milliarden Euro gestiegen!
  • Über 250.000 Beschäftigte arbeiten mittlerweile in der Branche.
  • Etwa 13.000 Arbeitsplätze sind zurzeit bundesweit unbesetzt.

Die Zeit ist reif für eine deutliche Lohnerhöhung für alle!

Nach intensiven Diskussionen hat Eure Tarifkommission die Forderungen für die anstehenden Tarifverhandlungen in Hessen beschlossen.

Unsere Forderungen:

  1. Erhöhung aller Lohngruppen um mindestens 1,40 €.
  2. Erhöhung der bisher unterdurchschnittlichen Auszubildenden-Vergütung um je 150 €.
  3. Erhöhung der Zulagen und Schaffung einer Zulage für SMA mit Sachkundeprüfung.
  4. Einführung einer Lohngruppe für SMA in Flüchtlingsunterkünften auf dem Niveau der GSSK.
  5. Wieder-Einführung des Nachtschichtzuschlags von 25% auch in der untersten Lohngruppe.
  6. Wiederaufnahme der Sicherungsposten (SIPO) in den Tarifvertrag und Schaffung eigener Lohngruppen KTA.
  7. Tarifierung von Zeiten der Rufbereitschaft außerhalb der Betreibermodelle der Bundeswehr.
  8. Drei zusätzliche Erholungstage pro Jahr für ver.di Mitglieder, alternativ entsprechende Entgeltleistungen.
  9. Ausgleich für gegebenenfalls entstehende Leermonate ohne Entgelterhöhung.
  10. Der „Haustarifvertrag für Mitarbeiter und Führungskräfte im Schutzobjekt Biblis“ soll in der bisherigen Form in einen MTV kerntechnische Anlagen Hessen überführt werden.
  11. Es muss explizit festgehalten werden, dass Tätigkeiten, wie Messedienstleistungen, Veranstaltungsschutz, die bis 2009 in einer eigenen Lohngruppe geregelt waren, von der Entgeltgruppe II. 1. umfasst sind.
  12. Die Laufzeit des neuen Entgelttarifvertrages soll 12 Monate betragen.
  13. Ausgleich für gegebenenfalls entstehende Leermonate ohne Entgelterhöhung.

Die Tarifverhandlungen beginnen am 8. November!

Gute Tarifverträge gibt es nur, wenn wir entsprechend durchsetzungsmächtig sind!

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Darum jetzt Mitglied werden und gemeinsam unsere berechtigten Forderungen durchsetzen!

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5 Kommentare auf "Forderungen für Sicherheitsdienste Hessen"

  1. Mike sagt:

    Also auch 1,40€ füer Paragraph 5?? In Berlin wurden 19 Euro geforderr!!

  2. Martin sagt:

    Da Verdi damals die 25% Nachtschichtzulage für Entgeltgruppe II. 1mit abgeschafft hat, wäre es nun eine Fehlerbehebung wenn sie wieder kommen würde. Ich bin damals wegen der Absenkung der Nachtzulage bei Verdi ausgetreten. Bin gespannt ob es durchgekämpft wird.

  3. Scarface sagt:

    Da wird vermutlich nicht einmal die hälfte von durchgesetzt… .Wie ich unseren Chef kenne, wird der schon möglichkeiten finden um sich vor mehrkosten zu drücken. Die letzten male würden uns einfach mit jeder Erhöhung 1:1 die Objektzulagen gestrichen. Wird auch jetzt nicht viel anders laufen solange man viel Interpretationsfreiräume und hintertürchen offen lässt.

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