Luftsicherheit: Dritte Verhandlung – Schöne Bescherung!

7. Dezember 2018 | Von | Kategorie: Leitartikel

Angebot unterhalb der Inflationsrate, Laufzeit viel zu lang, Lohnanpassung für Ostländer eine Zumutung – so kommen wir nicht weiter!

Bundesweite Protestaktionen an den Flughäfen am Nikolaustag! Die nächste Verhandlung ist am 20./21. Dezember.

Es fragt sich, wieso der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) einen einheitlichen bundesweiten Tarifvertrag verhandeln will, wenn er jetzt wieder regionale und für jedes Bundesland extra ausgearbeitete Tabellen präsentiert.

Angebot auf Kosten der Beschäftigten

Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot ist eine »Wunschvorstellung«, wie man auf Kosten der Beschäftigten alles beim Alten lassen kann:

  • die angebotene Lohnerhöhung pro Jahr um 1,8 Prozent ist noch unterhalb der Inflationsrate,
  • die Laufzeit von drei Jahren zu lang
  • und die Lohnanpassung für Ostländer erst nach sechs Jahren eine Zumutung.

So kommen wir nicht weiter! Die nächste zweitägige Verhandlung am 20. und 21. Dezember wird »die entscheidende Runde«. Die Friedenspflicht endet dann am 31. Dezember.

ver.di fordert: Zusammenfassung in eine Lohngruppe

Der von ver.di vorgeschlagene Weg, die Tätigkeiten in allen Kontrollbereichen der Flughäfen in eine Lohngruppe zusammenzufassen, bietet sowohl den Flughäfen als auch den Luftsicherheitsunternehmen mehr Lohngerechtigkeit und gleichzeitig Flexibilität im Personalbereich.

Das würde gerade in Stoßzeiten wie zu Ferienbeginn und –ende eine Entlastung bedeuten und ist zudem vorteilhaft für die schnelle Abfertigung der Passagiere. Wir fordern eine Erhöhung des Stundenlohns in diesem Bereich auf 20 Euro.

ver.di fordert: Sicherheit als Ausbildungsberuf

Die Tätigkeit in den Sicherheitsbereichen sollte künftig in einem ordentlichen Ausbildungsberuf erlernt werden. Bisher handelt es sich um einen Anlernberuf mit 160 Stunden.

Die immer wieder ins Spiel gebrachten Preiserhöhungen für Flugtickets sind »ein Schauermärchen«. Dabei geht es lediglich um Beträge im Cent-Bereich. Und die sollten uns gut ausgebildete und bezahlte Luftsicherheitsassistenten allemal wert sein.

Jetzt mehr Druck machen!

Zeigt euren Unmut über das Angebot der Arbeitgeber, sprecht mit Kolleginnen und Kollegen über die Tarifrunde und über den Eintritt in ver.di.

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Download: Tarifinfo 4 zum Verlauf der 3. Verhandlung

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