Sicherheitsgewerbe Hessen: Forderungspaket steht!

29. Oktober 2018 | Von | Kategorie: Allgemeine Sicherheitsbranche, Leitartikel, Tarifinfos

Am 7. November 2018 starten die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Wach- und Sicherheitsgewerbes in Hessen. In der vergangenen Woche hat unsere Tarif­kommission die Forderungen für die anstehenden Tarifrunde 2019 beschlossen!

Wir rechnen wieder mit schwierigen Verhandlungen, haben aber viele Argumente auf unserer Seite. Nicht zuletzt die vielen unbesetzten Stellen im Sicherheitsgewerbe zeigen, dass wir eine starke Lohnerhöhung brauchen. Anders kann diese Branche für potentielle Bewerber nicht attraktiv bleiben. Die tollen Arbeitsbedingungen sind es sicher nicht, wie auch unsere bundesweite Umfrage im Sicherheitsgewerbe (erste Ergebnisse auf
www.aber-sicher.org) gezeigt hat.

Unsere Tarifkommission hat daher mit vielen Kollegen gesprochen und daraus einen Forderungskatalog entwickelt. Den Arbeitgebern haben wir das bereits Anfang der Woche übermittelt.

Unsere Forderungen:

  • Erhöhung aller Lohngruppen um mindestens 1,40 €.
  • Wiederherstellung des Lohnabstands zwischen EG I 1. (Revierfahrer) und EG I 2. (Objektschutz).
  • Erhöhung der weiter unterdurchschnittlichen Auszubildenden-Vergütung um je 150 €.
  • Erhöhung der Zulagen und Schaffung einer Zulage für SMA mit Sachkundeprüfung.
  • Tarifierung von Zeiten der Rufbereitschaft außerhalb der Betreibermodelle der Bundeswehr.
  • Vermögenswirksame Leistungen (VL) in Höhe von 40,- € pro Monat.
  • Drei zusätzliche Erholungstage pro Jahr für ver.di Mitglieder, alternativ entsprechende Entgeltleistungen.
  • In den Entgeltgruppen unter IV (Sicherheitsmitarbeiter in US-amerikanischen Einrichtungen) ist eine Unwucht zentstanden. Hier müssen Anpassungen stattfinden.
  • Ausgleich für gegebenenfalls entstehende Leermonate ohne Entgelterhöhung.
  • Die Laufzeit des neuen Entgelttarifvertrages soll 12 Monate

Außerdem erwarten wir die Umsetzung des Urteils des Bundesarbeitsgerichts von 2015 zu Nachtzuschlägen! Der Nachtzuschlag soll einheitlich wieder 25% betragen, bei Dauernachteinsätzen 30%.

Die Vorgänge rund um den Bundesrahmenmanteltarifvertrag (Abschluss eines Gefälligkeitstarifvertrages mit der GÖD) haben gezeigt, dass uns auch in Hessen heiße Zeiten bevorstehen könnten. Durchsetzungsstark sind wir nur, wenn wir auch streikbereit sind! Meldet Eure streikbereiten Betriebe/Abteilungen per Kontaktformular auf dieser Seite oder auf wasi-hessen.de/kontakt!

Gute Tarifverträge gibt es nur, wenn wir auch Druck aufbauen können!

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Download: Tarifinfo 1-2018 WaSi Forderungen Hessen


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Ein Kommentar auf "Sicherheitsgewerbe Hessen: Forderungspaket steht!"

  1. […] konnten wir uns nicht mit allen unseren Forderungen durchsetzen. Dieser Abschluss ist aber ein guter Kompromiss, hinter dem wir als Gewerkschaft stehen […]

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