ver.di weist Angebot des BDLS als unzureichend zurück

Die drit­te Ver­hand­lungs­run­de für die Beschäf­tig­ten der Luft­si­cher­heit ist ohne Annä­he­rung in zen­tra­len Fra­gen zu Ende gegan­gen. Die ver.di-Bundestarifkommission Luft­si­cher­heit hat das neue Ange­bot des Bun­des­ver­bands der Luft­si­cher­heits­un­ter­neh­men (BDLS) als nicht aus­rei­chend bewertet.

In den Ver­hand­lun­gen am 21. Okto­ber 2026 in Ber­lin bekräf­tig­te die Tarif­kom­mis­si­on ihre For­de­rung nach Ent­gelt­er­hö­hun­gen von jeweils vier Pro­zent zum 1. Janu­ar 2027 und zum 1. Janu­ar 2028. Nach Ein­schät­zung der Kom­mis­si­on liegt die­se For­de­rung bereits in einem Bereich, der einen Kom­pro­miss ermög­li­chen könn­te. Gleich­zei­tig signa­li­sier­te ver.di den Arbeit­ge­bern Ent­ge­gen­kom­men bei der Lauf­zeit und erklär­te sich bereit, einen Tarif­ver­trag mit einer Lauf­zeit von bis zu 24 Mona­ten zu vereinbaren.

Die Arbeit­ge­ber leg­ten nach inter­nen Bera­tun­gen ein neu­es Ange­bot für 24 Mona­te vor. Die­ses sieht Ent­gelt­er­hö­hun­gen von zwei Pro­zent zum 1. Janu­ar 2027, wei­te­re 1,2 Pro­zent zum 1. Juli 2027 sowie zwei Pro­zent zum 1. Janu­ar 2028 vor. Die Tarif­kom­mis­si­on bewer­te­te das Gesamt­vo­lu­men von 5,2 Pro­zent als unzureichend.

Aus Sicht der Tarif­kom­mis­si­on müs­sen die Ein­kom­men stär­ker stei­gen, damit die Beschäf­tig­ten die höhe­ren Kos­ten für Mie­ten, Lebens­mit­tel und Mobi­li­tät auf­fan­gen kön­nen. Zudem ver­wies die Tarif­kom­mis­si­on auf die Pro­gno­se einer Preis­stei­ge­rungs­ra­te von 3,2 Pro­zent für das Jahr 2027. Bereits zu Beginn des Jah­res müss­ten die Ent­gel­te daher spür­bar stär­ker stei­gen als die Preise.

Ein wei­te­rer Streit­punkt bleibt die Anglei­chung der Ent­gelt­grup­pe II (§ 8 Luft­SiG) an die Ent­gelt­grup­pe I (§ 5 Luft­SiG). Die Tarif­kom­mis­si­on hat die Arbeit­ge­ber auf­ge­for­dert, auch in die­ser Tarif­run­de wei­te­re Schrit­te zur Ver­rin­ge­rung der Unter­schie­de zu ver­ein­ba­ren. Die Arbeit­ge­ber signa­li­sier­ten bis­lang kei­ne Bereit­schaft, die­sen Weg weiterzugehen.

Die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de fin­det am 10. Novem­ber 2026 statt. ver.di erwar­tet dort ein ver­bes­ser­tes Ange­bot. Soll­te es kei­ne aus­rei­chen­de Bewe­gung geben, berei­ten sich die Beschäf­tig­ten dar­auf vor, ihren For­de­run­gen gemein­sam Nach­druck zu verleihen. 

Down­load: [ver.di-Info] 2026-10-16 Ableh­nung Arbeit­ge­ber­an­ge­bot Luftsicherheit

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