Luftsicherheit: Vorläufiges Tarifergebnis

ver.di Mitglieder müssen jetzt entscheiden

  • Stundenlöhne: Erhöhung um 3,5 % bis zu 9,8 % pro Jahr über 3 Jahre
  • Angleichung der Ost- an Westlöhne innerhalb von 3 Jahren
  • Einheitlicher Tarifvertrag wird bis 2021 umgesetzt (mit Ausnahmen)
  • Knappe Entscheidung der Tarifkommission für Annahme

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der fünften Tarifverhandlung am 23. Januar 2019 konnten wir mit den Arbeitgebern einen Tarifabschluss erreichen! Durch die erfolgreichen Warnstreiks der letzten Wochen haben wir das erste Angebot von Dezember von durchschnittlich 2% deutlich erhöhen können.

Hier die wichtigsten Ergebnisse in einer Zusammenfassung:

  • 3 Jahresabschluss mit einer Erhöhung von 3,5 % bis zu 9,8 % pro Jahr. Das bedeutet: die § 5er erhalten pro Jahr in der Stunde 62 Cent (niedrigste Erhöhung) bis zu 1,44 Euro (höchste Erhöhung) mehr.
  • Die §8er/9er mit Qualifikation bekommen 57 Cent pro Stunde bis zu 1,04 Euro mehr Geld. Die Erhöhung wird zum 1. Februar 2019 umgesetzt.
  • Die höchste Gruppe der Luftsicherheitsassistent*innen erhalten über 19 Euro in 3 Jahren und 7 Jahre im 8er Bereich. Die Erhöhung wird zum 1.März 2019 umgesetzt.
  • Die Gehälter der Angestellten werden in 2019/20 um jeweils 3,5 % erhöht, in 2021 um 3,6 %.
  • Wir haben eine neue Tarifgruppe »qualifizierte Servicekraft« eingeführt. Sie startet 2019 mit 12 Euro Stundenlohn.
  • Die Angleichung der meisten Ost- an Westlöhne erfolgt innerhalb von 3 Jahren.
  • Die Löhne der §8er und §9er werden angeglichen. Zeitpunkt der Angleichung ist der Einführung einer IHK-geprüften Fachkraft für Luftsicherheit.
  • Der Tarifvertrag »Zeitzuschläge / Zulagen / Wahlmöglichkeiten« wird unmittelbar nach Abschluss des Entgelttarifvertrages verhandelt
  • Bis auf ganz wenige Ausnahmen werden wir einen einheitlichen Tarifvertrag in 3 Jahren – also bis 2021 –  umgesetzt haben.
  • Die Allgemeinverbindlichkeit wird angestrebt.

ACHTUNG:
Jetzt Befragung der ver.di
Mitglieder bis 15. Februar
Nun sind die ver.di Mitglieder
gefragt: sie entscheiden über die
Annahme des Angebots!

Befragung zum Tarifabschluss bis 15. Februar 2019

Jetzt kommt es auf die ver.di Mitglieder an!

Mit einem knappen Ergebnis hat die Bundestarifkommission das Ergebnis der Tarifeinigung angenommen und gleichzeitig entschieden, dass dazu auch die Meinung der Mitglieder gefragt ist. Nun kommt es auf die ver.di-Mitglieder an. Denn ihr entscheidet mit darüber, ob das Ergebnis angenommen wird.

Fragebogen zum Tarifabschluss

Deshalb bekommst Du als Mitglied einen Fragebogen zugeschickt, in dem du deine Meinung zur Annahme oder Ablehnung des Ergebnisses kundtun kannst.

Die Befragung läuft bis zum 15. Februar 2019. ver.di verschickt an die Mitglieder auch die komplette Tabelle der Tariferhöhungen.

Informiere dich gern bei deinem örtlichen Tarifkommissionsmitglied.

Damit ihr wisst worüber wir reden hier die Tabellen für Frankfurt:

Tätigkeit § 5
Lohn Vorjahr 17,13 €
01.02.2019 17,76 €
%-Steigerung 3,66%
01.01.2020 18,38 €
%-Steigerung 3,53%
01.01.2021 19,01 €
%-Steigerung 3,41%

Und hier die Tabellen für 8er, 9er, Servicekräfte separat:

Tätigkeit § 8/§9 mit Qualifikation §8/§9 ohne Qualifikation Qualifizierte Servicekraft (neu)
Servicekraft
Lohn Vorjahr 15,72 € 14,13 € 10,07 € 10,07 €
01.03.2019 16,50 € 14,70 € 12,00 € 10,78 €
%-Steigerung 5,00% 4,00% 19,20% 7,00%
01.01.2020  17,10 € 15,21 € 12,44 € 11,52 €
%-Steigerung 3,60 % 3,50% 3,70% 6,90%
01.01.2021 17,73 € 15,76 € 12,90 € 12,32 €
%-Steigerung 3,70 % 3,60% 3,70% 6,90%

Was bedeutet das für mich konkret?

Beispielrechnungen
(jeweils ohne Zuschläge für Nacht, Sonn- und Feiertage usw. Keine Berücksichtigung von Jahressonderzahlung usw. Alle Werte Brutto):

§5er, Vollzeit (160 Std.) pro bisher: 2740,80 €. Ab 01.02.2019: 2841,60 €. Differenz: 100,80 € pro Monat, das wären 1108,80 € mehr im Jahr 2019.

8er/9er mit LBA-Quali, Vollzeit (174 Std.) pro Monat bisher: 2735,28 €. Ab 01.03.2019: 2871,00 €. Differenz: 135,72 € pro Monat, das wären 1357,20 € mehr im  Jahr 2019.

8er/9er ohne LBQ-Quali, Teilzeit, 120 Std. pro Monat bisher: 1695,60 €. Ab 01.03.2019: 1764,00 €. Differenz: 68,40 € pro Monat, das wären 684,00 € mehr im Jahr 2019.

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